Was für ein Spieltag für Roland Meurer! Bei 8 Spielen gepunktet, einen 3er (mit Schalke, grmpflgr!), und nur der unerschütterliche Glaube an Spitzenreiter Mainz verhinderte eine komplett richtige Tipp-Palette. 10 Punkte bedeuten Rekord in dieser makabren Spielzeit, aber wie der Tipp nun mal so spielt, konnte R.M. am Ende froh sein, überhaupt einen Happen von der Tagesprämie abzubekommen. Denn kaum hatte Frankfurts Alex Meier mit seinem Tor zum 3:0 in Kaiserslautern am Sonntagnachmittag den zweiten Meurer-3er sabotiert, musste er um seinen Anteil bangen. Warum? Nun, Helmut Kittel legte sensationelle Schlussminuten hin: Durch Tore zwischen der 84. und 92. Minute verbesserte er seine Bilanz um satte fünf Punkte (zudem profitierte er schwer davon, dass Freiburgs Japaner Jano in der Nachspielzeit das 2:2 in Bremen auf geradezu stümperhafte Weise vergab). Doch kurioserweise kostete dann das letzte Tor im letzten Spiel in der allerletzten Minute Kittel den alleinigen Triumph: Mo Idrissous 3:2 in Hoffenheim änderte zwar nichts an der Gladbacher Niederlage, wohl aber am Ausgang unseres Tippspiels. (Das 3:1 wäre sonst Kittels vierter 2er gewesen.)
Erstmals in dieser Saison sahen die meisten von uns nicht ganz so lächerlich aus. 39 Teilnehmer(innen) brachten es auf 5 Punkte oder mehr. Lutz Feierabend benötigte sogar nur acht Tipps, um auf neun Punkte zu kommen und sich in der Gesamtwertung ein Polster von fünf Punkten auf den Zweiten herauszuholen. (Das ist nur zu verdient, schließlich ist er der Einzige mit einem Durchschnitt von über 5 Punkten pro Spieltag.) 13 von uns schafften es, bei mindestens sechs Partien zu punkten (Kittel und Christian Löer bei 7, Meurer wie gesagt bei 8).
Aber auch wenn die Tendenz stimmt (vier Spiele mit über 50 Punkten), hapert es an der Genauigkeit: Insgesamt gab es nur 33 exakte Tipps ja doch, genau wie die Zahl der geretteten chilenischen Bergarbeiter, und tatsächlich hatte Mario Gomez, der Mann mit der Rückennummer 33, seinen Anteil daran, dass es wirklich nur 33 blieben: mit seinem Tor zum 3:0 gegen 96 in der Nachspielzeit klaute er 17 Tippern einen zweiten Punkt (und bescherte dafür 7 anderen einen 2er); noch herber war die Quote bei Idrissou: Wäre es beim 3:1 für Hoffenheim geblieben, wären 18 Tipper mit einem 2er beschenkt worden so durfte sich Martin Oehlen über einen 3er freuen. Es war nicht der einzige an diesem Wochenende. Mit 3ern glänzten außerdem R.M. (wie gesagt, bei s04 Sturgart 2:2) und Andreas Damm (2:3 bei WOB Werksklub). Weitere 3er wurden knapp verpasst durch Martin Oehlen (s04 VfB 2:3, pfui!), R.M. (Klau Frankfurt 0:2), Philipp Selldorf (St. Pauli Club 2:2) und von Rainer Dahmen (Meenz HSV 0:0).
Die Geschichte von Rainer Dahmen ist ohnehin einen eigenen Absatz wert. Der KStA-Fotograf wurde auf eine Weise ein Opfer der späten Tore, wie man es nur selten erlebt: Bis zur 82. Minute hätte er einen Kantersieg eingefahren, denn zu diesem Zeitpunkt lautete seine Bilanz so:
FC BVB 0:2 = 1
BM 96 2:0 = 2
M05 HSV 0:0 = 3
Pauli Club 1:1 = 1
WOB Lev 2:2 = 2
Hoff BMG 3:1 = 2 [außerdem ein weiterer, unangetasteter Punkt mit
Werder Freiburg]
Daraus wurde dann:
FC BVB 0:2 = 1 (erst fiel auch dieser Punkt weg, dann
kam Sahin und sorgte für 14 2er)
BM 96 2:0 = 1
M05 HSV 0:0 = 0
Pauli Club 1:1 = 0
WOB Lev 2:2 = 0
Hoff BMG 3:1 = 1
macht einen Verlust von sagenhaften acht Punkten, und wenn man bedenkt, dass Dahmen am Ende vier Zähler hatte, wäre ein Ergebnis von 12 Punkten gut möglich gewesen. Wenn er sich dafür schon nichts kaufen kann, dann soll er hier wenigstens als Pechvogel des 8. Spieltags gewürdigt werden.