Der 6. Spieltag

Schon wieder genügen 7 Punkte für den Sieg?? Schauen wir doch mal, was Schalke gemacht hat. Aha, 2:2 gegen Gladbach. 0 richtige Ergebnisse, 0 richtige Tendenzen, Minusrekord in dieser bekloppten Saison. Nach dem passablen 5. Spieltag, als der Schnitt erstmals über 5 Punkten lag, war dies wieder ein beachtlicher Rückschritt: Bloß 3,57 Zähler im Schnitt pro Tipper, insgesamt nur 38 richtige Ergebnisse (drei Partien ganz ohne), fünfmal lag der Außenseitertipp vorne (Remis mit Köln [13 Punkte] bzw. Schalke [0], Auswärtssiege für Mainz [10 Punkte], Leverkusen [12] und Hannover [8]); und nur Dortmund [55 Punkte], Wolfsburg [58] und mit Abstrichen Frankfurt [37] bewahrten die allermeisten vor einer (weiteren) Blamage. Christian Krügel dürfte sich freilich beißen, dass er am Sonntag nicht auf Wolfsburg getippt hatte, dann hätte er nämlich noch aufschließen können zu den Gewinnern. (Ja, anders herum wird ein Triumph daraus: Hätte Freiburg das 2:2 erzielt, wäre er der alleinige Tagessieger gewesen! [Und bei einem 1:1 hätte er mit Andreas Morbach geteilt.])

Die Sieger hatten sich ihren Vorsprung auf den größten Teil des Hauptfeldes schon am Freitagabend besorgt: Nur acht Teilnehmer hatten beim FC-Spiel auf ein Remis gesetzt, HWKilz und Klaus Hoeltzenbein gehörten zu den fünf Männern, die komplett richtig ein 1:1 orakelt hatten. Fortan tippten die beiden fast siamesisch (vier identische Tipps, 2 gleiche Tendenzen) bis auf zwei Ausnahmen: HWKilz erzielte den nächsten spektakulären 2er mit dem 2:1 der Mainzer in München, während Klaus Hoeltzenbein seinen lebenswichtigen zweiten 2er durch das späte 2:0 von Frankfurt gegen den Club geschenkt bekam. Ansonsten brachte es der Sportchef fertig, 75,- ohne einen wirklich inspirierten Tipp abzusahnen. Das nötigt fast schon wieder Respekt ab.

Aus der Kategorie "Knapp daneben ist auch kein Sieg": Andreas Morbach hoffte vergeblich auf das Dortmunder 4:1 gegen St. Pauli, Christian Krügel auf das 2:3 von Stuttgart gegen Leverkusen und Björn Schmidt auf das zweite Tor von Hannover in Kaiserslautern. Alle drei hätten mit diesen Zusatzpunkten zu den Tagessiegern zumindest aufgeschlossen - Le Krügel hätte dann sogar die komplette Kohle abgezogen. So blieb der gebeutelte Bayern-Fan der frustrierende Trost, als einziger Teilnehmer an diesem Spieltag bei sechs Partien gepunktet zu haben. Kilz und hoe reichten fünf Spiele zum Sieg, Susanne Issig und Björn Schmidt nicht.

An der Tabellenspitze zieht sich das Feld immer dichter zusammen, weil Claudia Freytag nun von Lutz Feierabend überholt wurde, obwohl dieser über vier Punkte nicht hinauskam. Claudia hatte zwar erwartungsgemäß gegen den FC Bayern gesetzt, aber andererseits auch AUF den FC und Schalke und NICHT auf Frankfurt, Dortmund (??) und Wolfsburg (???). Insgesamt sind aber noch 27 Teilnehmer innerhalb der 5-Punkte-Marge zur Spitze, ja sogar noch 54 innerhalb von zehn Punkten. Was eine andere Form der Bestätigung dafür ist, dass die Saison noch gar nicht richtig begonnen hat. Oder dass wir immer noch nicht bereit sind.

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