So also geht Fußball-Tippen! Kaum gewinnt Schalke, stimmen
auch die Ergebnisse dieser Tipp-Runde (na ja, sieht man einmal von Klaus Hoeltzenbein
ab und all jenen, die die englische Woche verschliefen): Der Durchschnitt lag
bei 5,12 Punkten, und manche freuten sich sogar über 4 Pünktlein,
weil sie in dieser Saison nie auch nur annähernd an solche Werte herangekommen
waren. Insgesamt wurden 292 Zähler erzielt (59 mit Bayer Frankfurt,
52 mit Doofmund, 47 mit Schalke, 44 gegen Köln) mehr als an den
beiden vorangegangen Spieltagen zuvor zusammen!
So heftig wie seit langem nicht mehr wurde dieser Spieltag durch Tore in den
Schlussminuten entschieden. Insgesamt fielen ab der 87. Minute 7 Tore: 5 in
der Nachspielzeit, davon allein DREI, die die Tendenz veränderten. Vom
alten Was wäre wenn-Spiel (Was wäre passiert, wenn dieses
oder jenes Tor NICHT gefallen wäre) am meisten gezeichnet war so
eindeutig wie noch nie Ralf T. Wiegand. Dem Co-Gewinner des vergangenen
Spieltags gingen durch die Tore in Nürnberg und Leverkusen (jeweils das
2:1 für die Heimteams), das Siegtor für Schalke und das vierte Gegentor
gegen Werder Bremen nicht weniger als SIEBEN Punkte flöten. (Hinzu kommt
im Grunde noch der verlorene zweite Zähler bei HSV WOB). Ohne zu
gemein sein zu wollen, aber das ist die gerechte Strafe für rtws
Katastrophentourismus-Tipp bei Werder Bremen. Ähnlich krass traf es die
Tipper Sebastian Krass (-5 Punkte), Christian Knop sowie den ohnehin gebeutelten
Gladbacher Klaus Hoeltzenbein (jeweils -4).
Aber wo Regen ist, findet sich manchmal auch ein Regenbogen und irgendwo daneben
die Sonne, und die schien diesmal am kräftigsten auf drei SZ-Sportler,
die sich den Tagessieg teilten: Thomas Hummel machte durch die späten Tore
drei Punkte gut (wobei ihm Nürnbergs Pinola den alleinigen Triumph verbaute),
Ludger Schulze (herrlich, so ein Leben ohne die Sportredaktion!) vier und unser
Glückskind Markus Schäflein sogar sagenhafte sieben. (Andere Profiteure:
Rainer ICH HABE IMMER NOCH NICHT ÜBERWIESEN Dahmen, Lutz Feierabend, Stefan
Sauer, Tim Stinauer und Philipp Selldorf [alle +5].)
Mit jeweils 9 Punkten lag das Gewinner-Trio halbwegs souverän mit zwei
Zählern Vorsprung vor einer neunköpfigen Verfolgergruppe, darunter
der Erste des Dienstags, Stefan Sauer, der am Mittwoch schlapp machte (und meistens
weit neben dem richtigen Ergebnis lag). Thomas Hummel holte derweil in beeindruckender
Manier auf: An seine sieben Mittwochs-Punkte kamen nur zwei Teilnehmer annähernd
heran: Dienstagsmurmeltier HWKilz verbuchte am Mittwoch ebenso wie olga p sechs
Punkte.
Einen 3er gabs diesmal nicht, nur zwei haarscharf verpasste Ausnahme-Tipps:
Von Ralf Wiegands Werder-Ferkelei war bereits die Rede. Hinzu
kam Martin Oehlens nicht ganz geglückte Dortmund-4:0-Prognose, die Lucas
Barrios torpedierte.
In der Gesamtwertung hätte Claudia Freytag beinahe ihren ersten Kamikaze-Auftritt
hingelegt: Null Punkten am Dienstag ließ sie am Mittwoch dank Doofmund,
s04, Asamoah und Leverkusen (?!?) vier Zähler folgen, die ihr noch einen
weiteren Spieltag an der Tabellenspitze bescherten, wenn auch mit einem nicht
wirklich brillanten Durchschnittswert von 4,6 Punkten. Allerdings hat eine gefährliche
Meute aufgeschlossen: Lutz Feierabend (ebenfalls 23 Punkte) sowie mit
jeweils 22 Punkten Christian Hümmeler, Christian Knop und olga p.