20. Spieltag

Wie so oft entschieden die allerletzten Minuten einer Sonntagspartie über den Ausgang des Spieltages – aber nicht die der abschließenden Begegnung zwischen Leverkusen und Freiburg (3:1), in der sich ab der 66. Minute tortechnisch nichts mehr tat – und in der ein spätes Tor höchstens dafür gesorgt hätte, dass ein Sieger ausgetauscht worden wäre: Bei einem (durchaus möglichen 4:1) wäre Susanne Issig aus dem Geld geplumpst und dafür Hartmut Schergel in den 5er-Klub an die Tagesspitze aufgerückt (der FC-Sympathisant wurde stattdessen mit dem nächsten Kölner Auswärtssieg entschädigt).

Entscheidender war aber das, was zwei Stunden vorher in Stuttgart geschehen war. Dort hatte es bis zur 77. ganz vorzüglich für Matthias Pesch und Thomas Hummel ausgesehen. Die beiden waren die einzigen aus der Spitzengruppe, die ein Remis gegen Dortmund erwarteten, womit sie vor dem letzten Match mit je 8 Punkten relativ deutlich vorne gelegen hätten. Dann erzielte Kuzmanovic das 2:1 und brachte Carl Dietmar allein in Führung. In der 84. Minute steckte der BVB-Punk Großkreutz den Ball geschickt in den VfB-Strafraum, und 99 von 100 Bundesliga-Profis hätten das Tor (zum 2:2) erzielt, das Matthias Pesch so richtig glücklich und quasi uneinholbar in Führung gebracht hätte. Doch an den Ball kam die Blindmorchel Nelson Valdez, der bekanntlich höchstens gegen den HSV trifft, und der schoss die Kugel genau auf die Fäuste von Jens Lehmann. Vorteil Dietmar also. Doch in der 86. Minute gaben Sahin und Schmelzer dem VfBler Marica (Elfer verschossen, Kopfball an die Latte) freies Geleit, das der Stuttgarter Chancentod dankbar annahm. Nun lag plötzlich Moritz Kielbassa ganz allein an der Spitze – aber nicht lange. Nur drei Minuten später standen alle Westfalen ein letztes Mal staunend Spalier, und Träsch nutzte die Einladung zum 4:1 – und das hatte nun wirklich niemand erwartet.

So kam es also zum Fünferpack an der Spitze:
Carl Dietmar, Susanne Issig, Günter Otten, Matthias Pesch und Moritz Kielbassa – als einziger Nicht-KStAler – erhalten jeweils € 38,-

Kielbassa (auch er ein FC-Sympathisant) wird bei der Frust-Bewältigung über das entgangene Geld vielleicht durch die Tatsache entschädigt, dass er quasi über Nacht bester SZ-Tipper geworden ist. Er profitiert dabei von Robert Rossmanns überraschend schwachem Spieltag, und da sich Peter Körte eine ungewohnte Schwäche erlaubt (nur 3 Punkte, davon zwei am Sonntag mit Leverkusen!!), ist M.K. plötzlich bis auf zwei Zähler an Platz eins dran! Überhaupt haben plötzlich wieder zwölf Tipper weniger als zehn Punkte Rückstand auf den lange Zeit so souveränen Ersten. Das verspricht ja noch eine Saison zu werden!

P.S.: Der beste Tipp des Wochenendes war gar nicht einmal der 3er von Susanne Issig (3:1 für Nürnberg in Hannover) oder Matthias Pesch (0:0 bei der frostigen Hertha): Es war das wagemutige 0:1 von Uwe Schindler bei Hamburg – Wolfsburg, das erst in der 92. Minute vom Freistoß-Kunstschützen Trochowski vernichtet wurde.

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