Die vier Dienstagsspiele ließen einen rekordträchtigen Spieltag erwarten: Anja Busse führte mit 5 Punkten (aus allen vier Partien) vor 9 Teilnehmern mit je vier Punkten, und da bei drei Spielen jeweils mehr als vierzig Tipper gepunktet hatten, lief alles auf einen hohen Durchschnitt hinaus. Doch am Mittwoch kam es ganz anders: In drei von fünf Spielen setzte sich die Minderheit durch, nur die Bayern und Stuttgart sorgten für ein besseres Gesamtresultat. Hans-Jürgen Deglow war der Triumphator mit 10 Punkten, davon 7 aus nur drei Partien am Mittwoch: dem 3er bei Doof - 96 (1:3) sowie zwei 2ern (Frankfurt & Stuttgart). So eine Punktlandung ist natürlich immer eine heikle Sache, und nahezu jedes weitere Tor hätte einen anderen Sieger ergeben, natürlich vor allem in dem Stadion mit dem feinen Namen Signal Iduna Park. So aber kamen die beachtlichen Schlussspurts von Michael Althen (5 Punkte am Mittwoch und insgesamt bei 6 Spielen gepunktet - wie sonst nur Horst Schiffmann) und vor allem Olga P. (6!, inkl. des nächsten 3ers, bei Duisburg - KSC!?) zu spät. Olgas Fehler bestanden darin, nicht für Werder zu tippen (bei einem 1:1 hätte sie souverän allein gewonnen), stattdessen aber an Nürnberg und ein 1:0 FÜR Leverkusen zu glauben. Bei der Niederlage des Werksklubs gelang Christian Knop ein 3er, der Ralf Wiegand mit seinem 4:0 für Schalke versagt blieb, dank KKs viertem Tor. (Wäre ja auch noch schöner: Ein Werder-Fan macht einen 3er mit einem Schalker Kantersieg!?!) Auch deshalb ist Deglows Erfolg mehr als verdient: Er traute s04 als einziger Tipper außer Björn Schmidt fünf Tore zu. (Wie die beiden auf den Gedanken kamen, dass Cottbus ein Tor gelingen könnte, bleibt ihr Geheimnis. [30 Tipper lagen mit ihrer 0-Vermutung richtig.)
In der Rückrundenwertung meldet sich Tim Stinauer als neuer schärfster Verfolger von HWKilz, und wir fragen uns, wann die Gravitätslehre der Rückrundenersten endlich auch beim SZ-Chef wirkt. In der Gesamtwertung machte Lars Richter erstmals seit zwei Monaten wieder Boden auf Klaus Hoeltzenbein gut - und auch wenn es nur ein Punkt war (und das auch nur, weil der berüchtigt konventionell tippende SZler bei Doof - 96 erstmals seit der Erfindung von Monica Lierhaus GEGEN den Trend tippte und damit auch noch punktete!?!!), reichte das, um den SZ-Trainer ohne Trainerschein aus dem Gleichgewicht zu werfen. Zwei Tage lang lief er aufgeregt durch München. Und jetzt fährt er für zwei Wochen in ein Nervenlager weit weg von Deutschland - das ist Deine Chance, Lars: Schnapp ihn Dir!!!