Das nennt man wohl eine Demonstration: Markus Burger landet fünf der insgesamt 102 2er an diesem rekordverdächtig exakten Wochenende, und er sorgt damit dafür, dass Klaus Hoeltzenbein sich trotz vier 2ern, sieben gepunkteten Partien und insgesamt 11 Zählern ärgert. Ein simples Törchen für die Krisen-Bremer in Biefeleld hätte die Sache schon zu Gunsten des SZ-Sportredakteurs gewendet (und mit 13 Punkten für ein exquisites Resultat gesorgt), aber zum Glück blieb uns das erspart. So freut sich Markus Burger, der am vergangenen Wochenende noch am Sonntag die Führung versiebt hatte, mit 4 Punkten am Sonntag über seinen Come-from-behind-Triumph. Er überflügelt damit Hözzebein (2 Punkte am Sonntag mit s04), Peter Körte (2 Punkte mit seiner Arminia, aber zum Glück nichts mit seinem 2:2 bei Hertha - s04, das ihm den alleinigen Tagessieg beschert hätte), Matthias Pesch (0 Punkte am Sonntag!) und Philipp Selldorf, der es am Sonntag, dem Tag der Rückkehr aus seinem Urlaub, fertig bringt, die in seiner Abwesenheit von Mp getätigten Ersatztipps noch einmal zu ändern - und sich so aus dem Geld zu katapultieren, denn aus dem 1:1 bei ABi-WB (das auch ihn auf 12 Punkte gehievt hätte), machte er ein konventionelles 1:2, das dann bekanntlich nur Hözze genutzt hätte. Der dürfte sich damit getröstet haben, dass er sich in der Gesamtwertung bis auf einen Punkt an Lars Richter heranrobbte. (Der hat an den beiden vergangenen Spieltagen passable 11 Punkte gemacht - und doch sechs Zähler auf Hözze verloren!)
Ansonsten gab es erstmals seit langer Zeit in jeder Partie 2er, 26 sogar bei der herrlichen Treterei zwischen WOB und dem HSV. Exakt die Hälfte aller Teilnehmer (31 von 62) kam auf mindestens zwei richtige Tipps, fünf sogar auf vier (Pesch, Hözze, supersel und Körte) oder mehr (Burger). Ihnen allen half die konservative 1:1-Taktik: Körte und Burger machten damit vier 2er (er lag nur beim Club daneben und hoffte vergeblich auf bescheidenere Frankfurter gegen Cottbus [2:1]), Philipp, Hözze jeweils drei. Mp, der Vater der 1:1-Taktik, setzte diesmal lieber dummerweise auf die 2:0-Variante, die sich nicht auszahlte, weil Bulykin (Bayer 04) und Höwedes (s04) etwas dagegen hatten. Mit der richtigen Mischung (5x1:1), pro Bayern, Frankfurt, Stuttgart & s04 wären also 14 Punkte relativ locker drin gewesen.
Stattdessen leisteten sich einige prominente Teilnehmer Aussetzer, vorneweg Christian Hümmeler mit seinen kümmerlichen 3 Punkte (NULL 2er, wie übrigens sonst nur neun andere Tipper, darunter auch Lars Langenau, dem bei Doof - KSC offenbar die Hand ausgerutscht war, weshalb er 1:11 tippte und nicht - wie vermutlich geplant - 1:1). Damit plumpste der ehemals Erste der Rückrundenwertung prompt vom Treppchen, die nun von Friedemann Siering angeführt (nach wieder einmal soliden acht Punkten). Auf Platz zwei folgt HWKilz, der seinem unsympathischen s04-Tipp die Chance auf Mehr verbaute. Dahinter erleben wir Christian Zaschke, der es weiter aus dem Windschatten und mit der Ich-tippe-nicht-mehr-für-den-HSV-Taktik versucht, und Willi Feldgen (starke 9 Zähler), bevor endlich Christian Hümmeler auftaucht. Mit seinen 5 Pünktlein aus den beiden vergangenen Spieltagen ist er einer der schlechtesten Teilnehmer. Soviel zu der Frage mancher Kontrahenten, die nach Hümmelers Blitzstart in die Rückrunde (mit zwei Tagessiegen) gefragt hatten, warum dieser Mann in der Gesamtwertung nicht einmal unter den besten 40 liegt.