Der 23. Spieltag

Dies war einer der einfachsten Spieltage der jüngeren Vergangenheit. Das zeigt sich daran, dass die einzige "Außenseiter"-Tendenz (Nürnberg - Hamburg) immerhin 13 Teilnehmer gewählt hatten; und auch an den 68 exakten Prognosen (vier davon landete der Tagessieger Erwin Genten, drei Moritz Kielbassa), wobei es bei keinem Spiel mehr als 15 2er gab, dafür aber schön breit gestreut, und nur bei einer Partie nichts Exaktes (ratet mal, bei welchem Spiel?!?). Aber noch offensichtlicher wird die Simplizität, wenn man bedenkt, dass man mit dem Pawlowschen System locker auf 14 Punkte hätte kommen können. Wie das geht? Nun, wenn man sich des Siegers sicher ist, tippt man 2:0 für den Favoriten. Das hätte dank der Spiele FCB-KSC, ABi-S04, WOB-MSV und b04-96 schon einmal sieben Punkte eingebracht. Dazu kommt die Maßgabe, bei Spielen, die einen nicht die Bohne interessieren (z.B. Doof-Hertha, MSV-Rost) oder bei denen man sich ziemlich unsicher ist (Frankfurt-Bochum, FCN-HSV) einfach 1:1 zu tippen. Das hätte weitere sieben Punkte bedeutet = 14 Punkte = Tagessieg = Rekord! (Nur die untippbaren Stuttgarter waren mit ihrem 6:3 nicht vorhersehbar!) Mit diesem System hat Mp einst diverse Spieltage gewonnen. Aber nachdem das System im Lauf der Rückrunde mehrfach versagt hatte, traute er sich diesmal nicht - und ärgerte sich über sechs Punkte. Wer will besseren Durchschnitt bejubeln, wenn er ALLES hätte haben können?

Erwin Genten, Sieger mit immer noch starken 11 Zählern, punktete wie Rainer Dahmen bei sieben Partien [wobei dem Sport- Fotografen auch ein 1:0 der Cluberer gegen den HSV nichts gebracht hätte als zwei weitere Punkte für das Ego], also bei einer Begegnung weniger als Ralf T. Wiegand, der es aber nur auf zwei 2er brachte und am Sonntag wie sechs andere Tipper (u.a. HWKilz) vergeblich auf Leverkusens locker denkbares 3:0 gegen 96 wartete. (HWKilz hoffte außerdem vergebens auf das 1:0 des HSV beim Club.) rtw kam auch von allen Teilnehmern dem 6:3 von Sturgart gegen (seinen eigenen Lieblingsverein) Werder Bremen mit Abstand am nächsten, selbst wenn er sich mit einem 4:1 begnügte.

Aus der Rubrik "Knapp daneben ist besonders ärgerlich": Klaus Hoeltzenbein vertat sich gleich bei SECHS Spielen jeweils nur um ein Tor, und Tim Stinauer darf jammern, dass er in zwei Spielen mit nur einem (anderen) Tor Tagessieger geworden wäre: Doofmunds 2:1 gegen Hertha (fiel nicht) oder/und Bielefelds Ausgleich gegen S04 (stattdessen fiel das 0:2, ätsch!). Eines dieser Pro-Stinauer-Tore hätte ts auf zehn Punkte katapultiert (bei jeweils 9 für Genten). So aber zeigt der Tagessieger, wie blitzschnell man immer noch ins Rennen eingreifen kann. Nicht nur in der Rückrunde, wo der Rückstand auf Christian Hümmeler nur noch fünf Punkte beträgt, sondern auch in der Gesamtwertung, wo er Zaschke und Krügel und Klaus Hözzebein überflügelt hat. Wenn Lars Richter nicht seinen besten Rückrundenspieltag hingelegt hätte (8 Punkte), dann wäre auch hier wieder ALLES offen.

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