Der 13. Spieltag

Für einen Sieger verlaufen Sonntage immer wieder ganz vorzüglich. Susanne Issig war am Sonntag um 17 Uhr gleichauf mit drei Kontrahenten gestartet, doch von denen hatte niemand – nicht einmal Bayer-04-Jünger Björn Schmidt – auf Leverkusen getippt. Als also Leverkusen in Wolfsburg mit 2:0 in Führung ging, war das ein beruhigendes Gefühl, das sogar die Tatsache aufwog, dass der Club den 0:0-Tipp der späteren Tagessiegerin kurz vor dem Seitenwechsel torpediert hatte. Aber was war das? Für zwanzig Minuten sah nun Milan P. wie der Sieger aus: Bei 9 Punkten wäre es egal gewesen, dass er seinen Tipp FÜR Bochum am Freitag um 20.27 Uhr geändert hatte und dass der doofe Herthaner Lima seiner Remis-Prognose bei Berlin-96 in die Quere gekommen war. Dann aber drehte sich das Spiel in Biefeleld, und Susanne Issig hatte einen Rivalen weniger.

Dass der Club dann auch das Unentschieden nicht lange halten konnte, war egal, solange Leverkusen seine Führung halten würde – dass den anderen Werkskickern von WOB nur der Anschlusstreffer gelang, war umso süßer, weil das den alleinigen Issig-Sieg bedeutete vor den eineiigen Tipp-Zwillingen Andreas Damm und Willi Feldgen: Die beiden, denen jeweils nur ein weiterer Wolfsburger Treffer zum geteilten Tagessieg fehlte, hatten an diesem Wochenende nicht weniger als SECHS IDENTISCHE Tipps. Hinzu kamen zwei gleiche Tendenzen (je zwei Punkte), und beim einzigen Spiel, bei denen sich die Prognosen tendenziell unterschieden, lagen beide daneben. Das war die Partie, bei der Susanne Issig womöglich ihre wichtigsten Punkte sammelte: Ihr grandioser 3:1-Tipp FÜR Stuttgart gegen die Bayern legte die Basis für ihren Triumph. (Günter Otten verhinderte da einen berechtigten 3er.) Nicht minder wichtig war allerdings das 1:1 der Eintracht in Doofmund – wäre der Borussia in den Schlussminuten noch der 2:1-Siegtreffer gelungen, hätten die Sieger anders geheißen: nämlich natürlich Damm/Feldgen, die dann auf mindestens 10 Zähler gekommen wären.

Angesichts solcher Zahlen fällt es fast schwer, auf das andere Extrem hinzuweisen. Lutz Feierabend rettete sich erst in der 2. Halbzeit des Sonntagsspiels in Bielefeld vor einer Nullnummer.

Wie ein paar Nullen dürften sich auch ein paar Tipper an der Spitze der Gesamtwertung vorgekommen sein: Mit unterdurchschnittlichen Tipps setzten sich Stefan Lenz (3 Punkte), Carl Dietmar und Christian Krügel (je 2) etwas nach unten ab, wodurch Lars Richter (6) sich nun wieder einen 4-Punkte-Vorsprung ertippte. Seine ernsthaftesten Widersacher scheinen nun in der Endphase der Hinrunde Peter Stützer (in seinem 43. Frühling) und der berüchtigte Ranschleicher Christoph Seher (7) zu sein.

Eine Sondererwähnung für die 3er des Wochenendes gebührt Peter Berger (4:0 gegen den KSC) und Ossi-Kenner HWKilz (3:2 im Ostderby in Rostock). Aber die besten Tipps stammen eindeutig, wie schon erwähnt, aus der Partie im Schwabenland.

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