Der 10. Spieltag

Im Grunde können wir uns glücklich schätzen, dass Moritz Kielbassa die ersten Spieltage dieser Saison noch nicht ganz ernst genommen hat. Hochzeit, 1860, Umzug, das waren ja auch gewaltige Ablenkungen - aber vielleicht wären echte Flitterwochen besser für uns gewesen, denn jetzt sieht es langsam so aus, als würden wir sie ihm bezahlen. Durch den dritten Saisonsieg schraubte der Experte vom SZ-Taktiktisch seine bisherige Gewinnsumme auf satte € 330, damit überholt er Lars Richter, der mit zwei alleinigen Tageserfolgen auf € 310 kommt. Diese Zahl ist jedoch ein Teil des Kielbassa-Schreckens. Noch Furcht einflößender erscheint, dass er an diesem eher durchschnittlichen Spieltag (nur 13 Tipper erreichten mehr als 5 Punkte; neun Teilnehmer kamen nicht über 2 Punkte hinaus; nirgendwo gab es einen 3er) auf 11 Punkte kam. Ja, ELF! Das ist Saisonbestmarke.

Natürlich war da auch Glück dabei (nicht zuletzt bei der 0:0-Prognose für das KSC-Spiel - andererseits ging Moritz K. durch das Berliner Anschlusstor in Bremen ein weiterer Punkt flöten), und es verbittet sich jeder Jubel über die Tatsache, dass er NICHT von der Schalker Teilpleite in Rostock profitierte, weil er sich bei seiner einzigen falschen Tendenz erdreistete, GEGEN S04 zu tippen!! Weil die schwarz-gelbe Zecke Hans Leyendecker sich doppelt über das 1:1 der Kogge freute, ist jedes Mitleid überflüssig. Ein einziges Tor des KSC am Sonntag hätte alles rasend schnell geändert (und Norbert Ramme einen verblüffenden 3er beschert), aber so kann man sagen, dass der 2-Punkte-Rückstand vom Freitagabend Leyendecker den Erfolg kostete. 9 Punkte aus 7 Partien waren diesmal einfach zu wenig.

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