Der 4. Spieltag

Angesichts der Tatsache, dass gut die Hälfte der Tipper nur 3 Punkte oder weniger erzielte, sind die 10 Punkte des Tagessiegers Stefan Sauer besonders beeindruckend, und kaum weniger beachtlich sind die 9 Zähler des heftigsten Verfolgers Peter Stützer, der am Sonntag genau wie sein Bezwinger noch einen Punkt durch den HSV erstocherte. Wie deutlich der Triumph am Ende war, lässt sich daran ermessen, dass selbst ein 1:0-Sieg der Münchner in Hamburg nichts am Ausgang verändert hätte (so blieb bloß Lars Richter ein 3er verwehrt), und Stuttgarts Fehlsichtigkeit in Karlsruhe Stefan Sauer zwei weitere Punkte kosteten! (Genau: Dann wäre er bei 12 Punkten gewesen!) Selbst im Fall des anderen, sehr viel unwahrscheinlicheren Extrems - einem 2:0 für den KSC und dem daraus resultierenden 3er für Michael Althen - hätte sich nichts Grundlegendes mehr geändert.

Nein, dafür müsste man alle Eventualitäten, alle Hätte/Wäre/Könnte des Spieltags berücksichtigen, an dem nur ein Spiel komplett gegen den Trend ausging (KSC) und eine weitere Partie unter zehn Tendenzen bediente (Schalke, grr!).

Zu bedenken wären also: das späte 1:1 in Cottbus (das 18 Zweier ermöglichte) UND das zu Unrecht nicht gegebene 1:2 für den Club (das elf Zweier erbracht hätte); Ishiakus 3:0 für Duisburg, das Stefan Sauer den einzigen echten 3er des Wochenendes bescherte; das dritte Tor für Hannover gegen Bochum, unter dem erneut Michael Althen leiden musste (u.a.); Herthas spätes 2:1 gegen WOB; Rostocks Unvermögen, wenigstens den Ausgleich gegen Doofmund zu erzielen (allein die Agali-Szene hätte für drei Tore reichen müssen) UND Petric' Schusseligkeit, zum 0:2 abzuschließen; Frankfurts unnützes Anschlusstor in Bremen, das 15 Zweier kaputt machte und zehn neue schuf; Stuttgarts Blindheit (s.o.); und wie erwähnt die bayrische Blödheit gegen den Ägypter Zidan.

Im Königreich des Konjunktivs sähe das Ergebnis so aus: Althen 12 Punkte (statt 4!), Dietmar 9, Busse, Klein, Richter, Graalmann, Lenz und Deglow je 8 - und Stefan Sauer bloß 7. Die größten Nutznießer in dieser (Alp)Traumlandschaft sind: Willi Feldgen, Peter Stützer und Christof Kneer (alle +4). Und die größten Verlierer: Michael Althen (-8), Carl Dietmar (-7), Christopher Keil (-6) sowie Anja Busse, Hans-Jürgen Deglow, Lars Richter und Christian Krügel (alle -5). Kein Wunder, dass Christian Krügel sich damit vorerst aus der Spitzengruppe verabschiedet, in der nun Stefan Lenz (+4 -5) allein das Tempo vorgibt.

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