Der 29. Spieltag
Der Spieltag begann prima für Klaus Wittkamp und Christian Zaschke, und genauso endete er auch. Weil zwischendurch ebenfalls nicht viel schief ging (Wittkamp punktete überraschend mit Frankfurt, Zaschke [igitt!] mit Hertha), konnten sich die beiden über einen geteilten Pott freuen. Etwas anderes wäre nach dem Freitag, als beide in der Nachspielzeit in Gladbach zu einem kuriosen, im Grunde unverdienten Zweier durch das HSV-Siegtor kamen, ebenso überraschend gewesen wie nach dem Sonntag, als beide je drei Punkte drauflegten. Zehn Punkte klingt ja auch imposant, da übersieht man gerne, wie wacklig der Erfolg noch am Sonntag war. Ein einziges Törchen mehr für Leverkusen bei den blassen Bayern, und Tibet Sinha wäre mit einem feschen Allein-auf-Remis-3er mit 10 Punkten schwupps an den beiden tatsächlichen Gewinnern (Zaschke dann 9, Wittkamp sogar nur 8) vorbeigezogen. Bei einem 3:0 der Bayern gegen den Pillenklub hätte Thorsten Keller - der einzige Tipper, der bei acht Spielen punktete! - Wittkamp (9) verdrängt und bei zehn Punkten mit Zaschke gleichgezogen. (Keller wäre auch im Geld gelandet, wenn die Hertha sich mit einem 2:1 in Bochum beschieden hätte. Und er hätte ALLEIN gewonnen, wenn seine Borussia wenigstens das 0:0 gegen den HSV gehalten hätte!) Unwahrscheinlicher war da schon der Fall, dass den dummen Doofmundern zwei Tore gegen Bremen gelungen wären, dann hätten sich Andreas Damm und Christof Kneer den Pott (bei 9 Punkten) mit Klaus Wittkamp geteilt, weil Zaschkiño auf 8 Zähler zurückgefallen wäre.
Aber bleiben wir bei den Fakten: Olga Pavlovic, die den Freitag ebenfalls mit einem 2er begann und am Sonntag immerhin zwei Punkte nachlegte, blieb bei 8 Punkten hängen, weil sie am Samstag nicht einen Außenseiter-Tipp verbuchen konnte - nur ein 1:1 von Bochum gegen Hertha hätte sie ins Geld befördert. Stefan Worring kaschierte einen blassen Spieltag (und einen absurden Mainz-Tipp), indem er am Sonntag als Einziger vier Punkte draufpackte. So konnte er sogar seine zwischenzeitlich an Holger Klein eingebüßte Gesamtführung zurückerobern - und sogar ausbauen. Die beiden verschafften sich sogar etwas Luft auf den diesmal schwachen Gesamtdritten und was noch wichtiger erscheint: Sie hielten den entfesselten Günter Otten in Schach. Der sollte all den Bartelsen, Caceresss (willkommen zurück!), Hoeltzenbeins, Biermännern und Krügels unseres Tipps ein Vorbild sein: In der Hinrunde noch erbärmlicher 46., ist unser liebster Politiker mit einer fantastischen Rückrunde (16 Punkte Vorsprung auf den Zweiten!!!) auf den fünften Gesamtplatz vorgeschnellt, nur noch zwei Pünktlein hinter dem geldwerten dritten Rang. Da können die ganz vorne von Glück sagen, dass die Saison bald vorbei ist. Wenn der Vorsprung bis dahin überhaupt noch langt.