31. Spieltag

Es ist ein merkwürdiges Gefühl, an einem Sonntag mit relativ klarem Rückstand ins Rennen zu gehen und zu ahnen, dass nur zwei richtige Außenseiter-Tipps noch irgendwelche Chancen auf den Tagessieg erlauben - und dann nach 35 Minuten zu erleben, dass die Zwischenstände identisch mit den Tipps sind. 55 Minuten hoffen und bangen (zzgl. 15 Minuten Pause), mit der Gewissheit, dass ein einziges Tor auf einem der beiden Plätze sofort den Tagessieg kosten würde, noch dazu ein paar gehässige Kollegen im Rücken, die von dem Spielstand (und der Sorge um S04) wissen und natürlich nichts anderes zu tun haben, als einen mit fiesen Sticheleien noch nervöser zu machen ... Für diese Tortur sind 4 Punkte und der alleinige Sieg der gerechte Lohn (zumal der Tagesgewinner am Sonntag als Einziger bei beiden Spielen punktete und am Samstag beim FC nur um einen Podolski am richtigen Ergebnis vorbeischrammte. [Stefan Worring, der Co-Führende am Samstagabend, ging am Sonntag leer aus - nur zu gerecht bei seinen Prognosen!]).

Der Verfasser dieser Zeilen kann das so genau sagen, weil er all das aus erster Hand erlebt hat. Nachdem er am Samstag kurzfristig zwei Punkte versiebt hatte, indem er seine Pro-Leverkusen- und Pro-Frankfurt-Tipps um 15.25 Uhr falsch veränderte, machte er am Sonntag alles wieder gut, indem er seine Tipps um 17.10 Uhr von 2:1 (für Mainz) und 1:2 (gegen Werder) in 2:2 und 0:0 umfriemelte. Mit seinem vierten Saisonsieg (zwei allein, zwei geteilt) knüpft Mp an die ewig vergangenen Zeiten an, als er zusammen mit Frank Herbst und Gerd Köllmann den Tipp dominierte (als aber auch nur zehn bis fünfundzwanzig Tipper teilnahmen), und er verkürzt rabiat den Rückstand auf die Spitze: zu Klaus Hoeltzenbein (4 Punkte aus drei Spielen), mit dem er eine nette Privat-Wette laufen hat, schloss er auf; und wenn er pro Spieltag weiterhin soviel Boden auf den unerwarteterweise schwächelnden Willi Feldgen gut macht (nur 3 Punkte aus zwei Spielen), dann könnte es oben noch einmal lustig werden. (Gierschlund!)

Insgesamt gab es diesmal keinen 3er (dafür 3 Spiele ohne richtigen Tipp), niemand punktete bei mehr als 6 Spielen (was überhaupt nur 3 Teilnehmern gelang: außer Mp noch Björn Schmidt und Christian Krügel). Und was späte Tore angeht, profitierten zwölf Tipper von der Entwicklung in Gladbach (aus 1:1 wird 2:2 [niemand hatte ein 2:3 erwartet]), so wie bei diesem Spiel ohnehin Erstaunliches zu beobachten war: Jeder der zehn Tipper, der am Wochenende sechs oder mehr Punkte erzielte, punktete mit der Hertha - sieben von ihnen sogar doppelt.

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