9. Spieltag
Zum Erfolg an diesem bekloppten, mitunter sogar beschissenen
Spieltag reichte es freilich nicht. Wenn sich zwei Sieger mit nur 7 Punkten
den Pott teilen dürfen, ist schon klar, wie verrückt das Wochenende
verlaufen sein muss. Und tatsächlich war es denkwürdig: Insgesamt
wurden nur 171 Punkte gemacht, ein Schnitt von gerade einmal etwas über
3 Punkten. 5 der 9 Spiele verliefen komplett gegen den Trend, keiner punktete
mit Wolfsburg (Olga P. war nahe an einem 3er mit ihrem 1:1), allein 118 Punkte
wurden bei den drei Partien mit Schalke, Gladbach und Bremen erzielt, und hätte
es die beiden späten Ausgleichstore auf Schalke bzw. in Stuttgart nicht
gegeben, wären es noch einmal 47 Punkte weniger gewesen! In fünf Partien
hatte niemand das exakte Ergebnis vorzuweisen (und bei Duisburg - Frankfurt
waren es auch nur zwei Tipper), und es gab bei all den Möglichkeiten für
Verrücktheiten nur einen 3er. (Schön, dass Werder solche verrückten
Tipps belohnt.)
Hans-Jürgen Deglow und Raf Wiegand, den beiden Siegern dürfte das völlig wurscht sein, auch wenn sie sich am Sonntag mit letzter Kraft und je einem Punkt ins Ziel robbten (während Holger Gertz, am Samstag noch Co-Erster, schlapp machte - und dennoch alleiniger Dritter wurde). Zumindest der Hyper-Bremer Ralf Wiegand brauchte sich bezeichnenderweise dennoch kaum Sorgen zu machen, sobald der FC das dritte Tor kassiert hatte, denn da konnte ihm selbst durch einen etwaigen Duisburger Ausgleich niemand mehr gefährlich werden - im Gegenteil: Bei einem Remis gegen Frankfurt hätte Wiegand sogar den ganzen Gewinn eingestrichen. Aber die Hälfte ist schließlich besser als gar nichts.