8. Spieltag
Zwei Hübschlinge dürften in den kommenden Tagen den Schlaf von olga p. empfindlich stören: Rafael van der Vaart und Andrej Voronin (sowie Carsten Ramelows Rücken) verhinderten den völlig verdienten Tagessieg der Tipp-Organisatorin. Denn nichts gegen Javier Cáceres 11 Punkte muss man erst einmal machen, genau wie den 3er mit dem HSV (auch wenn dieses Spiel eher 0:6 oder 0:7 hätte enden müssen) , aber der beste Tipp kam eben doch von der Zweiten. Sie machte zwar in den Schlussminuten unerwartet noch zwei Punkte mit den Bremern, aber was ging ihr nicht alles verloren? Wegen des beknackt überehrgeizigen Lúcio z.B. der zweite Punkt mit den Bayern; in Gladbach zwei mögliche Punkte durch den Lattenschuss der Mainzer (bzw. den nicht gegebenen Elfmeter); in Frankfurt der zweite Punkt durch den schlechten Abschluss von Hamit A., der in der Schlussminute nur auf Larsen hätte querlegen müssen; aber vor allem die 4 (VIER!) Punkte durch die Co-Produktion von Voronin und Ramelow, die das 0:1 gegen Biefeleld verhinderte. Im Idealfall wären also sagenhafte 17 Punkte (aus allen 9 Partien) möglich gewesen. Stattdessen wurden es gute 9 und der undankbare zweite Platz.
An der Spitze scheint Björn Schmidt vor sich selbst erschrocken (oder hat er nach all dem Lob zu lange gefeiert?), jedenfalls wirkte er fast so gelähmt wie die Lauterer am Sonntagspätnachmittag. Nach einer laschen 2, seinem bisher schlechtesten Saisonergebnis, ist der hübsche 7er Schnitt ebenso perdu wie der satte Vorsprung auf die Konkurrenz (auch wenn Matthias Pesch nicht über 4 Punkte hinaus kam). Sollte jetzt aber der Gesamtdritte Christian Zaschke, der bekanntlich einen Spieltag vergrippt hat, darüber klagen, jammern oder prahlen, dass er der "wahre Erste" ist, muss das hier gleich richtig gestellt werden: Selbst schuld! Denn genau für so einen Fall kann man ja jetzt (sicherheitshalber) im voraus tippen und seine Prognosen bei einer neuen Eingebung ein-, zwei-, zehn-, tausendmal ändern. Capisce?